Kirche für drei Dörfer - Förderverein kämpft für Sprötzer Kreuzkirche

20.11.2008

 

„Kirche für unsere drei Dörfer“ – Sprötzer, Trelder und Kakenstorfer Bürger vereint für die Kirche. Die einhellige Meinung des Abends: Die Sprötzer Kreuzkirchen-gemeinde muss bleiben. Darüber waren sich interessierte Bürger aus Trelde, Sprötze und Kakenstorf einig. Mit ihrem neu gegründeten Förderverein „Kirche für unsere drei Dörfer“ wollen die Mitglieder ihre Kreuzkirche erhalten, Projekte unterstützen und gemeinsam neue Wege gehen.


Auf der ersten Mitgliederversammlung im Gasthaus Wentzien in Trelde war diese Aufbruch-stimmung am Donnerstag deutlich spürbar.


Pastorin Sabine Behring hatte zusammen mit einem „Zukunftsteam“ im September die Bürger der drei Orte über die finanzielle Notlage der Kirche informiert (wir berichteten): Angesichts sinkender Einnahmen aus der Kirchensteuer und steigender Energiekosten muss die Gemeinde ein Defizit von etwa 18 000 Euro ausgleichen. Etwa 200 Bürger hatten sich auf der Versammlung für die Gründung eines Fördervereins ausgesprochen, dessen Beiträge der Kirche direkt zufließen.


Nach den Vorstandswahlen, bei denen Gundula Haefner, Christian Huland, Martin Kutnar und Horst Baecker, gewählt wurden, einigten sich die Mitglieder auf den jährlichen Mitgliedsbeitrag von 60 Euro. „Unser oberstes Ziel ist es, die Kreuzkirchengemeinde vor Ort in Sprötze zu erhalten und die konkrete Notsituation auszugleichen“, sagte Christian Huland. Und: „Wir wollen doch alle eine Kirche mit einer Pastorin, die ihre Aufgaben vor Ort wahrnimmt - die unsere Kinder tauft, die Jugendlichen konfirmiert, Ansprechpartner für Sorgen und Nöte ist und Angebote für Senioren schafft. Und die im Ort wohnt, wir wollen doch keine Pastorin mit Sprechzeiten“, sagte Huland und erhielt breite Zustimmung. Etwa 300 Mitglieder benötigt der Verein, um damit das finanzielle „Loch“ ausgleichen zu können. Derzeit zählt der Verein 75 Mitglieder mit steigender Tendenz, so tragen sich viele Bürger in die Mitgliedslisten ein und signalisieren Unterstützung, auch mit ihrem persönlichen Engagement.


„Ich möchte, dass auch meine Enkelkinder noch in Sprötze getauft werden“, begründet Martin Kutnar sein persönliches Engagement. Und Christian Huland kämpft dafür, dass die „Kirche im Dorf“ bleibt: „Das ist für eine dörfliche Gemeinschaft überaus wichtig“, so Huland. „Kirche ist ein Halt für mich, sie ist mir wichtig und meine drei Kinder sollen zum Konfirmanden-Unterricht nicht erst weite Wege fahren müssen“, sagt Gundula Haefner.


Wer Mitglied werden möchte, melde sich beim Schatzmeister Horst Baecker, Telefon 04186/7761. Und wer den Förderverein mit einer Spende unterstützen möchte, kann einen Betrag auf das Konto Nr. 600 974 74 bei der Sparkasse Harburg-Buxtehude, BLZ 207 500 00  überweisen, Stichwort: Kirche für unsere drei Dörfer.











Presseinformation des Ev.-luth. Kirchenkreises Hittfeld vom 20.11.2008.